Zusammenarbeit Deutsche Verkehrssicherheitsrat

Kampagne "Runter vom Gas"

Aufklärungskampagne des:

BMVBS
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

und

DVR
Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Kurzdarstellung
Stand: Februar 2014

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat wurde 1969 gegründet und ist unabhängiger Vorreiter und Kompetenzträger in allen Belangen der Straßenverkehrssicherheit.

Aufgabe

Die Aufgabe des Vereins ist die Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Schwerpunkte sind Fragen des menschlichen Verhaltens, der Fahrzeugtechnik, der Infrastruktur, des Verkehrsrechts, der Verkehrsu?berwachung und der Verkehrsmedizin. Der Verein koordiniert die vielfältigen Aktivitäten seiner Mitglieder, entwickelt Programme und passt diese kontinuierlich neuen Anforderungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen an. Eine seiner zentralen Aufgaben liegt in der Bu?ndelung der Bemu?hungen aller beteiligten Stellen zu einem gemeinsamen und wirksamen Handeln (Koordinierungsfunktion). Der DVR vertritt die Positionen, die geeignet sind, Leben zu retten bzw. schwere Verletzungen zu vermeiden, deutlich in der Politik, den gesellschaftlichen Gruppen, den Medien, den Bundes-, Landes-, europäischen und sonstigen nationalen und internationalen Institutionen.

Strategie

Seit Oktober 2007 legt der DVR die Strategie Vision Zero seiner Verkehrssicherheitsarbeit zugrunde. Die Strategie basiert auf vier zentralen Grundannahmen: 1.) Menschen machen Fehler. 2.) Die physische Belastbarkeit des Menschen ist begrenzt. 3.) Das Leben ist nicht verhandelbar. 4.) Die Menschen haben ein Recht auf ein sicheres Verkehrssystem und eine sichere Arbeitswelt. Diese vier Grundannahmen mu?ssen bei der Gestaltung des Verkehrssystems beru?cksichtigt werden. Jeder Systemgestalter (Politiker, Fahrzeughersteller, Behörden etc.), trägt dafu?r Verantwortung.
Außerdem tritt der DVR fu?r einen gefährdungsorientierten Ansatz ein. Bei der Ansprache der Verkehrsteilnehmer stellt der DVR den Partnerschaftsgedanken und die Stärkung der Eigenverantwortung in den Mittelpunkt.

http://www.dvr.de/dvr/titel.htm

 

 

Zusammenarbeit mit Jeden kann es treffen:

 

Aktuelle Kampagne - Zweite Erste Hilfe Kurs

Auftakt am 19.September 2014

Pressekonferenz in der Hörsaalruine der Charité Berlin
mit Teilen der Ausstellung im Vorraum und mit Interviewteilnahme

Moderation Dr. Eckart von Hirschhausen

Zu wissen, was bei einem Unfall zu tun ist, ist lebenswichtig: Denn die ersten Minuten nach einem Unfall entscheiden oft über Leben und Tod. „Runter vom Gas“ startet deshalb gemeinsam mit Partnern die bundesweite Initiative „Zweite Erste Hilfe“.

Den Startschuss in Berlin gaben Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), Christoph Müller, Sachgebietsleiter Erste Hilfe beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Kabarettist und Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen.

Im Vorraum der Veranstaltung waren Teile der Ausstellung "Jeden kann es treffen" aufgebaut. Die Tafeln fanden großen Anklang und unterstrichen die Notwendigkeit der "Ersten Hilfe" . Während der Veranstaltung wurde Ina Kutscher als Überlebende, dank dem tatkräftigen Einsatz der Ersthelfer, von Dr. Eckart von Hirschhausen interviewt.

http://zweite-erste-hilfe.de/startseite/


Weitere Veranstaltung

24.September im OSZ Johanna Just in Potsdam

http://zweite-erste-hilfe.de/veranstaltungen/potsdam/

 

2013/2014

Dank der Initiative des Deutschen Verkehrssicherheitsrats und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie konnte das Buch erneut in überarbeiteter Form produziert werden!!!

Kostenfreie Buchbestellung:

Buchbestellung "Jeden kann es treffen"
Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Frau Susanne Herda
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Telefon +49 340 60 36 20
Telefax +49 340 60 36 21
office@dgu-online.de
http://www.dgu-online.de/


Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Referat Verkehrsmedizin
Frau Lucia Schüz
Auguststr. 29
53229 Bonn
E-Mail: LSchuez@dvr.de
http://www.dvr.de/

Dank an Frau Lacroix für Engagement Herz und Tatkraft!




Runter vom Gas

Start der Kampagne am 18.03.2008

Hintergrund:

Unangepasste Geschwindigkeit ist in Deutschland eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit Todesfolge. 2006 wurden rund 31 Prozent aller selbstverschuldeten Unfälle mit Todesfolge durch unangepasste Geschwindigkeit verursacht.
Das Bundesverkehrsministerium hat daher gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat eine Informationskampagne mit der zentralen Aufforderung „Runter vom Gas!“ eingeleitet. Die Kampagne soll auf die dramatischen Folgen zu schnellen Fahrens aufmerksam machen. In Deutschland ist die Unfallursache Nummer eins weiterhin das Fahren mit unangepasster Geschwindigkeit. Besonders bei schweren Unfällen spielt die Geschwindigkeit eine wesentliche Rolle.


Inhalt:

Die Opfer von Verkehrsunfällen stehen im Mittelpunkt der neuen Verkehrssicherheitskampagne. Die Botschaft der Kampagne ist deutlich, genauso wie die Folgen unverantwortlichen Verhaltens im Straßenverkehr: Überhöhte Geschwindigkeit und Risikobereitschaft im Straßenverkehr können tödlich sein! Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer muss durch sein eigenes Verhalten zu mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen beitragen. Das Motto der Kampagne „Runter vom Gas!“ zeigt deshalb einen Lösungsweg auf: Wir können der Hauptunfallursache auf Deutschlands Straßen entgegentreten, indem wir die Geschwindigkeit an die jeweilige Verkehrssituation anpassen. Mit Anzeigen, Plakaten, Fernseh-, Kino- und Radiospots sowie umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit werden das Bundesverkehrsministerium und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat intensive Aufklärungsarbeit leisten. Die Kampagnenmotive zeigen glückliche und anscheinend sorglose Momentaufnahmen von Familien, Paaren und Freunden. Diese Bilder stehen in Kontrast zu den Todesanzeigen und den damit verbundenen Gefühlen von Trauer und Unglück. Jedem einzelnen Motiv liegt eine wahre Geschichte zu Grunde. Dabei wird bewusst, dass es sich um alltägliche Gründe handelt, die zum schnellen Fahren verleitet haben, bzw. um häufiges Fehlverhalten. Weil jeder Autofahrer und jede Autofahrerin den einen oder anderen Grund aus eigener Erfahrung kennt, wird er oder sie sich in den Motiven wiederfinden.

JEDER VERKEHRSTOTE IST EINER ZUVIEL.

Der Rückwärtstrend der vergangenen Jahre hat sich 2007 deutlich verlangsamt. Die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die Jahr für Jahr im Straßenverkehr auf tragische Weise zu Tode kommen und unsagbare Trauer und enormes Leid bei Familien und Freunden und damit konfrontierten Berufsgruppen wie Rettungskräften, Polizisten und Seelsorgern verursachen, ist nach wie vor erschreckend hoch. Jeden Tag sterben in Deutschland 14 Menschen im Straßenverkehr; mehr als 1000 werden verletzt. Die Europäische Union hat bereits 2000 ein zentrales Ziel ihrer Verkehrspolitik formuliert: eine Halbierung der Zahl der Verkehrstoten in den Mitgliedsstaaten bis 2010. Die Bundesregierung und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat setzen alles daran, das anvisierte Ziel einer Halbierung der Verkehrstotenzahlen für die Bundesrepublik Deutschland bis zum Jahr 2010 zu erreichen.