Wanderausstellung "Beifahrer Tod" / Thomas Wiese


Zu sehen ist die Ausstellung "Beifahrer Tod" bis zum 31. August 2005
in der Hochschule Wismar.

Vor der Schule stehen zwei zertrümmerte Autos, in einem Raum steht
ein Sarg,in dem symbolisch die Sünden von Unfallfahrern begraben wurden.
In den dunklen Räumen erhalten die Besucher Informationen über Folgen
verschiedener Verkehrsunfälle, die in Mecklenburg Vorpommern geschehen
sind.

Bilder von den Unfällen, Briefe von Hinterbliebenen und von Freunden
der Verstorbenen werden mit ihrer Offenheit für sich sprechen.
Die Ausstellung besuchen und während oder danach darüber auch ins
Gespräch zu kommen, ist ein wichtiges Anliegen des Veranstalters.
In unzähligen Fotos, Briefen, Dokumentationen und Filmen werden
über 63 tragische Einzelschicksale dargestellt.
Darüber hinaus kommen auch Angehörige von Unfallopfern zu Wort
- darunter erstmals auch Hinterbliebene des schrecklichen Unfalls bei
Ralswiek auf der Insel Rügen - die ihre Erlebnisse schildern.

In einem Raum, in dem ein Sarg steht, lernt man das Schicksal der
16-jährigen Marie Luise, die am 8. März letzten Jahres als Beifahrerin
eines unverbesserlichen Rasers bei einem Unfall nahe Greifswald
getötet wurde, kennen.
Damit der Tod seiner Tochter nicht vergeblich war, hat sich der Vater
zu dieser Ausstellung entschlossen und in dem freien Journalisten
Thomas Wiese, der alle gezeigten Fotos gemacht hat, einen Partner
gefunden.
Jugendliche und Erwachsene sollen vor einem ähnlichen Schicksal bewahrt
bleiben, das ist ihr Anliegen.

Die Ausstellung ist ein aufrüttelnder Appell gegen das Sterben durch
Leichtsinn auf unseren Straßen. Die Menschen sollen begreifen, wie
wichtig es ist, Respekt vor dem Straßenverkehr zu haben und vor allem
respektvoll mit dem eigenen Leben und das Leben der anderen umzugehen.
Denn jeder hat nur Eines. Das Auto kann zu einer tödlichen Waffe werden.


In den vorausgegangenen Ausstellungen nutzten neben Haupt- und
Realschulen sowie Gymnasien auch die Fahrschulen die Gelegenheit
und gingen geschlossen mit ihren Gruppen in "Beifahrer Tod."
Die (Fahr)Lehrer berichten, dass es eine gute Anregung ist über den
eigenen Fahrstil nachzudenken und dass die Fahrschüler ihre eigenen
Schlüsse für ihre zukünftige Fahrweise ziehen, nachdem sie gesehen haben
was passieren kann, wenn Selbstüberschätzung, Raserei, Alkohol und
Drogen im Spiel sind. So sollte sich auch Jeder genau überlegen, bei wem
er mitfährt.

Nach den Erfahrungen aus Mecklenburg-Vorpommern ist die Ausstellung
ab der siebten Jahrgangsstufe für Schulen geeignet.
Niemand darf vergessen, was tagtäglich auf unseren Straßen passiert!
Die Kreuze am Straßenrand, die den Unfalltod vieler junger Menschen
belegen, dürfen nicht noch mehr werden.
Besuchen sie diese Ausstellung und leisten sie damit aktive Präventionsarbeit.


Für Anfragen und weitere Infos
Thomas Wiese: 0163/8866544




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